14. Oktober 2008 Qimaya - Die neurosemantische Suchmaschine

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Auf dem Müncher Barcamp konnte ich mich näher mit Roy Uhlmann und Klaus Holthausen unterhalten. Die beiden traten mit einem neuen Konzept einer Suchmaschine auf, die ihren theoretischen Ursprung in der Künstlichen Intelligenz und der Neuroinformatik hat.

Die Idee Neuronale Netze zu verwenden, um Assoziationen von Webinhalten abzubilden ist nicht ganz neu. Was neu ist, ist der von Klaus Holthausen entwickelte Algorithmus, der diese Monsteraufgabe wohl in akzeptabler Zeit zu meistern scheint. Mir wurde bestätigt, dass die benötigte Rechenzeit bei diesem Algorithmus nur linear mit der Menge an Inhalten wächst und eben nicht wie bisher exponentiell.

Queap

In einer Session konnten die Teilnehmer auch einen Einblick gewinnen, wie die Suchmaschine Queap Qimaya, die erst in den kommenden Tagen für Test-User freigeschaltet wird, später einmal genutzt werden könnte. Hierzu wurden bereits einige deutsche Internetseiten gecrawled. Schnell zeigte sich bei der Demo: Queap Qimaya steht für eine ganz neue Art der Suche. Der User wird viel stärker bei seiner Suche unterstützt. Gerade bei umfangreichen Internetrecherchen könnte das nützlich sein.

Session zu Qimaya

Der große Unterschied zu aktuell etablierten Suchmaschinen, die nur nach Schlagworten suchen und die Relevanz einer Webseite häufig über die Verlinkung bewerten (Stichwort: PageRank), besteht darin, dass Queap Qimaya direkt den Content auswertet. So können auch Inhalte in den Suchergebnissen aufauchen, in denen das Suchwort gar nicht direkt vorkommt, die aber inhaltlich passend sind.

Auf die Frage, ob damit nicht SEO langfristig aussterben würde, musste Roy aber richtigstellen, dass SEO zwar in der heutigen Form nicht mehr greifen würde, dass aber sicher neue Wege gefunden werden, um Webseiten besser zu platzieren. Der große Unterschied wird dann aber sein, dass sich die Optimierung stärker um den Inhalt einer Webseite dreht, was dem User entgegen kommen dürfte.

Da Neuronale Netze ständig dazulernen und sich Queap Qimaya, wie mir gesagt wurde, gerade mal in der »Grundschule« befindet, darf man gespannt sein, was erst möglich ist, wenn die Suche erwachsen ist. Weil ich Künstliche Intelligenz und Neuronale Netze persönlich sehr interessant finde, werde ich das Projekt mit Spannung verfolgen. Über einen Testaccount würde ich mich natürlich freuen!

Aktuelle Infos zur Suchmaschine gibt es im Qimaya Blog.

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 14. Oktober 2008 um 21:39 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemeines abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

Kommentare

  1. Am 15. Oktober 2008 um 17:58 Uhr
    Roy gravatar

    Eine sehr detailierte Wiedergabe der Session. Der Besuch eines Barcamps wird damit ja fast schon überflüssig!

    Bist du nächstes WE in Berlin? Ich werde da sein…

  2. Am 15. Oktober 2008 um 18:09 Uhr
    Mario Volke gravatar

    Leider nein, evtl. schaff ich es aufs Barcamp Hamburg.

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